12.000 Menschen leben in Finkenwerder, rund 20.000 Beschäftigte arbeiten im Airbus-Werk. Mangels U- oder S-Bahn stellen nur die stauanfälligen Buslinien durch den Elbtunnel sowie die Fährlinien der HADAG eine Verbindung zur Stadt her. Auf den wichtigsten Fähr-Verbindungen – Linie 62 Finkenwerder-Landungsbrücken und Linie 64 Finkenwerder- Teufelsbrück – sind in den vergangenen vier Monaten laut Senatsantwort auf eine Anfrage der Linksfraktion über 1.700 Fahrten entfallen. Auf der Linie 62 fanden von September bis Dezember 2025 knapp 1.300 Fahrten nicht statt. Das sind nochmal 400 entfallene Fahrten mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auf der Linie 64 ist die Zahl der entfallenen Fahrten in den vier Monaten annähernd gleich geblieben (447 in 2025 zu 472 in 2024).
Dazu Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „In nur vier Monaten sind die Fähren 1.700 Mal nicht gefahren. Wie sollen die Menschen auf Finkenwerder über die Elbe kommen? Wenn der Senat verhindern will, dass auf das Auto umgestiegen wird, muss er endlich für ein zuverlässiges Fährangebot sorgen. Dazu könnte auch die externe Anmietung von Schiffen samt Besatzung zählen. Die Menschen auf Finkenwerder dürfen nicht länger abgehängt werden. Die HADAG muss schnellstmöglich so ausgestattet werden, dass sie ihrem Auftrag zuverlässig nachkommen kann.“
Unsere Anfrage zum Thema (Drs.23/2554) ist hier als PDF.
