Mietwucher: Papiertiger helfen nichts, Personal muss her

Damit endlich die über 1.300 Verdachtsfälle von erhöhten Mieten und Wuchermieten bearbeitet werden können, stellt die Linksfraktion heute in der Bürgerschaft einen Antrag für ausreichend Personal. Vor einem Jahr reagierten SPD und Grüne auf die erfolgreiche Mietwucher-App der Linken und beantragten die Einrichtung einer zentralen Meldestelle. 2025 fixierte der Senat den Personalbedarf allein für vier Bezirke auf bis zu 12,5 Vollzeitstellen. Im Januar 2026 teilte der Senat jetzt auf eine Anfrage der Linken mit, dass für ganz Hamburg sechs Stellen in einer Taskforce geschaffen werden sollen.

Dazu Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mietwucher lässt sich nicht mit Ankündigungen bekämpfen, sondern nur mit Überprüfungen und Strafen. Die nunmehr vom Senat geplante Schmalspur-Taskforce mit sechs Stellen für ganz Hamburg wird die Mietmafia nicht abschrecken – so lässt der Senat seinen Mietenmelder zu einem Papiertiger verkommen und verspielt jede Glaubwürdigkeit. Deshalb braucht es jetzt mehr Personal und eine breite Aufklärungskampagne: Die Hamburger*innen müssen wissen, wie sie sich wirksam gegen Wuchermieten wehren können.“