Recherchen des Hamburger Abendblattes und des Portals „Nahverkehr Hamburg zeigen, dass Bürgermeister Tschentscher sein Wahlversprechen von 2019, alle Hamburger*innen erreichen eine Haltestelle in ihrem Umfeld innerhalb von 5 Minuten, still und leise beerdigt. Bei der SPD-Bürgerschaftsfraktion scheint diese Information noch nicht angekommen zu sein. Dazu Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft:
„Von Anfang an ging es beim Hamburg-Takt um Illusionen und geschickte Täuschungen. Der Begriff „5-Minuten-Takt“ suggerierte, dass alle 5 Minuten auch ein Bus oder eine Bahn kommt. Doch darum ging es nie. Was nützt es mir, wenn ich in fünf Minuten einen Haltepunkt erreiche, dann aber lange warten oder noch zuzahlen muss, weil MOIA z.B. nicht im hvv-preis enthalten ist? Das Versprechen des Bürgermeisters und die Technikgläubigkeit des Verkehrssenators nützen den Hamburger*innen nichts. Statt zig Milliarden Euro in Olympia zu investieren kann für viel weniger Geld ein ganzes Straßenbahnnetz für Hamburg gebaut werden. Davon hätten alle Hamburger*innen was. Und da gibt es dann auch einen echten 5-Minuten-Takt. Bürgermeister und Verkehrssenator sollten wenigstens so anständig sein und so viel Rückgrat zeigen, dass sie ihr Scheitern eingestehen, statt den Hamburg-Takt klammheimlich zu beerdigen. Die heutige Pressemitteilung des SPD-Fraktion zeigt nur, dass sie völlig aus dem Takt geraten sind. Die Aufzählung einzelner Projekte kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wesentlichen Ankündigungen des SPD-Bürgermeisters nur heiße Luft waren.“
