Die Initiative NOlympia Hamburg wird vom 31. Januar bis zum 20. Februar Unterschriften sammeln, um eine olympiakritische Stellungnahme im Abstimmungsheft zum Bürgerschaftsreferendum am 31.5. veröffentlichen zu können. Die Bürgerschaftsfraktion und der Landesverband der Linken unterstützen die Sammelaktion und warnen vor den Gefahren Olympischer Spiele in Hamburg.
Dazu Heike Sudmann, Co-Vorsitzende der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der Senat behauptet, Olympia sei eine Chance, die sich Hamburg nicht entgehen lassen könne. Dabei ist es genau andersrum: Die Olympia-Bewerbung droht Hamburg unsozialer, teurer und unfreier zu machen – in praktisch allen Bereichen des städtischen Lebens. Geld, Ressourcen, Flächen und politische Prioritäten werden umgeleitet. Für soziale Sicherheit, Kultur, Jugend, Klima, Mobilität und Grundrechte bleibt viel zu wenig übrig. Davon betroffen werden besonders Kinder und Jugendliche, Menschen mit wenig Geld, Mieter*innen, ausgegrenzte Gruppen und alle, die auf eine funktionierende öffentliche Infrastruktur angewiesen sind. Diese Probleme dürfen nicht ausgeblendet werden, sondern gehören in das Abstimmungsheft für alle Hamburger*innen.
Dazu Sabine Ritter, Co-Landessprecherin der Hamburger Linken: „Schon vor gut zehn Jahren haben die Hamburger*innen Nein zu Olympia gesagt. Heute stehen wir wieder vor der gleichen Frage. Wollen wir Milliarden von Euro und große Flächen in ein wenige Wochen dauerndes Megaevent stecken oder in Dinge, die diese Stadt wirklich braucht – bezahlbaren Wohnraum, gute Bildung, soziale Sicherheit, Kultur, Klimaschutz und eine funktionierende Mobilität? Olympia steht für steigende Kosten, jahrelange Belastungen und Entscheidungen über die Köpfe der Menschen hinweg. Deshalb sagen wir klar: Hamburg braucht kein kostspieliges Prestigeprojekt wie Olympische Spiele. Wir rufen alle Mitglieder und Freund*innen der Linken auf, NOlympia Hamburg aktiv zu unterstützen. Die Stadt gehört den Menschen, die hier leben.“
