Sozialwohnungen: Jubelmeldung trotz Zielverfehlung

Der Senat hat heute Zahlen zum geförderten Wohnungsbau in Hamburg veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Ziel von 3.000 geförderten Wohnungen erneut nicht erreicht wurde: Im Jahr 2025 wurden 2.742 geförderte Neubauwohnungen (gegenüber 3.092 in 2024), davon nur knapp 1.700 im 1. Förderweg (Zielzahl: 2.300) bewilligt. Dennoch feiert sich der Senat jetzt als „Vorreiter bei der Wohnraumförderung“.

Dabei wird der Bestand an Sozialwohnungen aufgrund auslaufender Bindungen auch in den nächsten Jahren bei unter 80.000 stagnieren. Ein im vergangenen Jahr von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) erstelltes Gutachten „Geringes Angebot an Wohnraum im Sinne des § 5 Wirtschaftsstrafgesetz (WiStrG) in Hamburg“ stellte zudem fest, dass gerade für Menschen mit geringem Einkommen, die eine Wohnung im 1. Förderweg (klassische Sozialwohnung, Einstiegsmiete 7,85 Euro/qm nettokalt) beanspruchen könnten, nach wie vor viel zu wenige dieser Wohnungen zur Verfügung stehen.

Dazu Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit seiner Jubelmeldung versucht der Senat zu verschleiern, dass er das selbstgesteckte Ziel von jährlich 3.000 geförderten Neubauwohnungen wieder nicht erreicht hat. Besonders krass ist das Versagen bei den am dringendsten benötigten Wohnungen unter 8 Euro pro Quadratmeter nettokalt. Statt 2.300 wurden nur knapp 1.700 dieser Wohnungen genehmigt. Dabei ist es genau dieser günstige Wohnraum, den Hamburg am dringendsten benötigt.“