Heute startet der erste Aktionstag unter dem Motto „Ab ins Wasser“, der Teil des Olympia-Konzeptes des Senats ist. Bereits am 16. Dezember hatte der Senat Rahmendaten genannt: Ziel ist es, eine „Olympische Generation“ aufwachsen zu sehen. Für 800.000 Euro Kosten bekommen alle Erstklässler*innen einen Gutschein, mit dem sie dreimal kostenfrei ein Schwimmbad besuchen können. Hintergrund ist die schlechte Schwimmfähigkeit der Kinder. Im Sommer 2025 konnten mehr als ein Drittel der Viertklässler*innen nicht sicher schwimmen (Bronze-Abzeichen).
Dazu Heike Sudmann, Co-Vorsitzende der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wieso fällt dem Senat erst im Zusammenhang mit der Olympia-Bewerbung auf, dass viele Kinder – besonders in sozial benachteiligten Stadtteilen – nicht sicher schwimmen können? Wer Freibäder schließt und bundesweit die höchsten Eintrittspreise verlangt, darf sich nicht wundern, wenn viele Eltern mit ihren Kindern nicht in ein Schwimmbad gehen können. Diese Aktion ‚Ab ins Wasser‘ ist nichts weiter als ein Schlag ins Wasser. Die Schwimmfähigkeit der Kinder verbessert man so nicht – dafür müsste der Senat erheblich mehr Geld in die Schwimminfrastruktur und die Personalgewinnung für Bäderland stecken. Tut er aber nicht, nutzt lieber diese 800.000 Euro, um bei den Eltern der Erstklässler*innen Werbung für sein Olympiakonzept zu machen. Das offenbar solche Rettungsringe nötig hat, um nicht unterzugehen.“
