Überraschende Freistellung des HHA-Chefs: Bauernopfer für Tjarks?

Der Vorstandschef der Hamburger Hochbahn (HHA), Robert Henrich, lässt seinen Vertrag Ende 2026 auslaufen. Gleichzeitig wird er von seiner Tätigkeit freigestellt. Henrich war von Verkehrssenator Tjarks vor allem wegen seiner Expertise mit dem autonomen Fahren geholt worden. Aktuell lässt sich feststellen, dass keiner der Zeitpläne für das autonome Fahren eingehalten wurde. Auch bei der überschwänglich gepriesenen gemeinsamen App MAX (mit Berlin) gab bzw. gibt es Probleme.

Dazu Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Es ist das gute Recht von Herrn Henrich, keine Verlängerung seines Vertrags anzustreben. Dass jedoch eine sofortige Freistellung von seinen Tätigkeiten erfolgt, ist ein Zeichen dafür, dass es große Probleme gegeben muss. Wer sich erinnert, mit welcher Begeisterung Senator Tjarks Herrn Henrich als Motor für das autonome Fahren vorgestellt hat, fragt sich, was denn jetzt davon geblieben ist. Jedenfalls wurden alle bisherigen Zeitpläne gerissen. Auch bei der geplanten Fahrplan-App MAX lief es alles andere als rund. Da stellt sich doch die Frage, ob nun Herrn Henrich die Schuld rübergeschoben wird oder ob sie auch beim Verkehrssenator liegt. Auf die Antwort bin ich sehr gespannt“.