NDR-Umfrage: Der Senat hat sich bei Olympia verrannt

Kalte Schulter für die Olympischen Spiele von den Hamburger*innen: Nach einer vom NDR in Auftrag gegebenen Umfrage sehen 50 Prozent eine Olympia-Bewerbung kritisch, nur 41 Prozent zeigen Interesse. Die Linke legt in der Sonntagsfrage weiter zu, kommt auf 12 Prozent.

Dazu Heike Sudmann, Co-Fraktionsvorsitzende der Linken in der Bürgerschaft: „Die Hamburger*innen lassen sich auch durch schöne Bilder und Animationen nicht vom Grundproblem ablenken. Diese Zahlen zeigen: Die Hamburger*innen haben ganz andere Sorgen, der Senat hat sich bei Olympia verrannt und will zig Milliarden Euro verpulvern – Geld, das viel besser und nachhaltiger für alle Hamburger*innen eingesetzt werden kann. Wir wollen den Hamburger*innen in den kommenden Wochen bis zum Referendum zeigen, wie man besser mit all diesem Geld umgehen kann und muss. Die Linke ist die einzige Partei, die die Olympische Spiele mit dem korrupten IOC an der Spitze ganz klar ablehnt.“

Dazu Thomas Iwan, Co-Landessprecher der Hamburger Linken: „Für Hamburgs Linke geht es nach unserem Rekordergebnis bei der Bürgerschaftswahl nochmal rauf: Wir sehen, dass unsere Politik bei den Hamburger*innen ankommt. Ob bei dieser unseligen Olympia-Bewerbung, dem ungebremsten Mietenwahnsinn, der Sozialpolitik, die in den kalten Monaten auf Hamburgs Straßen zu Toten geführt hat oder den Zuständen in Pflege und Gesundheit, die sich durch die Schließung des Krankenhauses Groß Sand weiter verschärft: Die Wähler*innen wissen, dass sie uns an ihrer Seite haben. Bitter ist allerdings, dass auch die AfD zulegt und offenbar auch in unserer Stadt Rechtsextremist*innen in manchen Milieus Fuß fassen können.“