Laut den heute veröffentlichten Zahlen des Statistikamtes Nord wurden im vergangenen Jahr 5.976 Wohnungen fertiggestellt, 28 Prozent (= 2.343 Wohnungen) weniger als im Jahr 2024. Unter den neuen Wohnungen sind nur knapp 2.000 geförderte, also Wohnungen mit niedrigeren Mieten. Öffentlich geförderte Wohnungen könnten über 600.000 Haushalte in Anspruch nehmen, es gibt in Hamburg aber nur noch gut 76.000 dieser Wohnungen – Tendenz fallend.
Dazu Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Das sind schlechte Nachrichten für alle Hamburger*innen, die eine günstige Wohnung brauchen. Jahr für Jahr fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung als neue gebaut werden. Die langsame Erholung der Wohnungsbauwirtschaft von den Krisen verheißt vor allem einen Anstieg bei den freifinanzierten und den Eigentumswohnungen. Da viele sich diese teuren Wohnungen nicht leisten können, muss der Senat mehr dafür tun, günstigen Wohnraum zu schaffen. Die dauerhafte Sozialbindung von geförderten Neubauwohnungen ist ein wichtiger Weg. Ein weiterer Weg muss in eine sozialverantwortliche Nutzung des Bestandes führen. Lang abbezahlte Wohnungen, gerade in großen Wohnungsbeständen, könnten auch günstiger vermietet werden. Darüber muss der Senat mit der Wohnungswirtschaft verhandeln.“
