In den Hamburger Medien wird heute über eine Umfrage der Handelskammer zu Olympia berichtet. Vom 20.2. bis zum 5.3. wurden 1.000 Hamburger*innen befragt. 59,6 Prozent der Befragten waren demnach „(eher) für die Durchführung von Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg“. Diese Umfrage fand statt, bevor der Senat den Hamburger*innen das Finanzkonzept am 11. März sowie das gesamte Olympia-Konzept am 17. März vorlegte.
Dazu Heike Sudmann, Co-Vorsitzende der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Es mag ja ein kluger Schachzug sein, mit Beginn der Verschickung der Briefwahlunterlagen eine Umfrage aus dem Hut zu zaubern, die eine Pro-Stimmung suggeriert. Unglaubwürdig und geradezu hinterhältig ist jedoch das Verschweigen von zwei wichtigen Tatsachen: Die Umfrage ist zwei Monate alt. Zu dem Zeitpunkt der Umfrage kannten die Hamburger*innen weder die Milliardenausgaben noch das verfeinerte Olympia-Konzept des Senats. Dass die Handelskammer es nötig findet, so unlauter vorzugehen, zeigt, mit welchen Mitteln die Befürworter*innen die Hamburger*innen manipulieren wollen. Ich finde das nur schäbig.“
- Die Veröffentlichung der Handelskammer-Umfrage hier (PDF).
